Sire, ich eile
Lesung mit Hans-Joachim Schädlich
am 25. April 2012, 19.30 Uhr
Voltaire bei Friedrich II. Eine Novelle
Voltaire am preußischen Hof – Hans Joachim Schädlich führt nicht nur die Unvereinbarkeit von freiheitlichem Geist und absolutistischer Macht vor Augen. Er rückt auch Voltaires berühmte Gefährtin Émilie du Châtelet ins Bild und eine große aufgeklärte Liebe.
Schon als Kronprinz hatte Friedrich den großen Aufklärer Voltaire umworben. Enttäuscht vom offenkundigen Desinteresse des Versailler Hofs und erschüttert vom Tod Émilie du Chatelets, gibt dieser 1750 Friedrichs Drängen nach, der noch am Todestag des Soldatenkönigs Friedrich Wilhelm I. die Amtsgeschäfte übernommen hatte.
In seiner Novelle Sire, ich eile geht Hans Joachim Schädlich in äußerster Verknappung, jedoch historisch präzise, den Spuren für den (absehbaren) Bruch zwischen Voltaire und Friedrich II. nach. Freiheitlicher Geist und absolutistischer Machtanspruch sind nicht vereinbar – das Bild Friedrichs als «Philosoph auf dem Thron» erwies sich als eine Illusion. Genau wie es Voltaires geliebte Émilie vorhergesehen hatte …
25.04.2012 | 19.30 Uhr | Lesung mit Hans-Joachim Schädlich | Vogtländische Buchhandlung Reichenbach
Eintritt: 4,– Euro



